Die Lange Nacht aus erster Hand

Susanne Michler vom Lehrstuhl für Polymere (LSP)

Die Lange Nacht der Wissenschaften ist immer wieder ein großartiges Ereignis. Nicht nur für die Besucher, sondern auch für die vielen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich motiviert für eine spannende und wissenwerte Nacht engagieren und damit die Veranstaltung überhaupt erst möglich machen.

Hier einige Eindrücke zur Langen Nacht von einer dieser engagierten Wissenschaftlerinnen, Susanne Michler vom Lehrstuhl für Polymere (LSP):

Ich freue mich auf die Lange Nacht, weil …

…es immer wieder interessant ist und wir merken, dass da doch ein Interesse an Forschung ist. Und weil viele Familien kommen.

Wie lange bin ich schon dabei?

Ich bin seit Beginn der Langen Nächte der Wissenschaft dabei und das war im Jahr 2003!

Was mache ich bei der Langen Nacht?

Wir versuchen am LSP immer ein kleines „give-away“ mit auf den Weg zu geben. Dieses Mal in Form eines Geodreiecks. In den vergangenen Jahren haben wir schon kleine Spielzeugautos, Salatbestecke, Trillerpfeifen, Trinkbecher, Trichter und Kämme im Spritzgußverfahren hergestellt. Und dabei erkläre ich gerne den interessierten Besuchern was alles aus Kunststoffen/Polymeren hergestellt wird.

Was ist dieses Mal geplant?

Wir haben wieder viel vor:

Spritzguß eines Geodreiecks. Demonstration des Faserspinnprozesses mit unserer Anlage im Technikum. Umformen eins Kunststoffstabes per Hand – wie geht das? Und zu guter Letzt wollen wir die Frage klären, was so an Kunststoff-Know-How in einer Windel versteckt ist. Ein kleiner Tipp: Mehr als man denkt.

Was ist meine denkwürdigste Erinnerung aus den vergangenen Langen Nächten?

Ich denke, es war die erste lange Nacht. Da habe ich nach einer Zahnextraktion mit dicker Backe im Wechsel mit meinem Kollegen von 18 Uhr bis 1 Uhr durchgearbeitet – und es kamen so viele Besucher! Danach konnte ich zwar kaum noch reden, aber es war sehr schön zu sehen, dass so viele Menschen Interesse an dem zeigen, was wir am LSP so machen.

Auch erinnerungswürdig waren sicher die Trillerpfeifen, die wir anlässlich der Fußball WM 2010 spritzgegossen haben. Durch die Geräusche der vielen Trillerpfeifen war diese Nacht dann doch etwas laut …

Das würde ich gerne (in zukünftigen Langen Nächten) mal machen.

Selber auf Tour gehen.

Oder in einer Vorlesung Experimente zum Thema Nanomaterialien vorführen … vielleicht ja beim nächsten Mal.