Dr.-Ing. habil. Maria Rita Cicconi hat ihre Habilitation im Fachgebiet Werkstoffwissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Der Dekan der Technischen Fakultät, Prof. Dr.-Ing. Marc Stamminger, gratulierte bei der Übergabe der Habilitationsurkunde zum Erhalt der Lehrbefähigung.
Ihre Motivation zu habilitieren und ihre Pläne für die Zukunft hat uns Frau Cicconi in einem Kurzinterview verraten. Frau Cicconi wird ihre Forschung voraussichtlich im Rahmen des Werkstoffwissenschaftlichen Kolloquiums im Wintersemester 2026/27 der Öffentlichkeit vorstellen.
Thema der Habiliationsschrift
„Developing functional glass-ceramics by understanding the structure-property relationship“
Was war Ihre Motivation?
Für mich war die Habilitation weniger ein vorab festgelegtes Karriereziel als vielmehr die natürliche Fortsetzung meines akademischen Werdegangs. Was mich an der Materialwissenschaft schon immer fasziniert hat, ist die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen und dieses Wissen gleichzeitig mit anderen zu teilen. Genau diese Kombination aus Forschung und Lehre macht eine akademische Laufbahn für mich so reizvoll.
Eine wichtige Motivation für die Habilitation war die Möglichkeit, eigene Lehrveranstaltungen zu entwickeln und Studierende in verschiedenen Phasen ihres akademischen Werdegangs zu unterstützen, von Bachelor- und Masterarbeiten bis hin zu Promotionsprojekten. Meiner Erfahrung nach ist Lehren auch eine wirkungsvolle Art des Lernens. Das Erklären komplexer wissenschaftlicher Konzepte führt oft zu einem tieferen Verständnis und kann neue Perspektiven für die eigene Forschung eröffnen. Ebenso bereichernd ist es, zu sehen, wie sich Studierende und junge Forscher zu unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickeln und ihre eigenen Ideen einbringen.
Ein weiterer wichtiger Faktor war das hervorragende Umfeld am Lehrstuhl für Glas und Keramik. Die enge Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, die Unterstützung durch Mentoren und die Möglichkeit, an internationalen Forschungsprojekten teilzunehmen, boten ideale Voraussetzungen sowohl für die wissenschaftliche als auch für die persönliche Entwicklung. Für mich war die Habilitation daher eine Gelegenheit, meine Selbstständigkeit in Forschung, Lehre und Betreuung weiter auszubauen und gleichzeitig einen Weg in der Wissenschaft fortzusetzen, der mir wirklich Freude bereitet.
Was sind Ihre zukünftigen Pläne?
Für die Zukunft möchte ich den Weg weiterverfolgen, der mich bereits in den vergangenen Jahren geprägt hat, mit einem klaren Fokus auf die Materialwissenschaften und die Bearbeitung interdisziplinärer Forschungsfragen. Dabei interessiert mich besonders, wie grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse zu Lösungen für alltägliche und gesellschaftlich relevante Probleme beitragen können.
Ein wichtiger Schwerpunkt bleibt die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte. Den Austausch über Fachgrenzen hinweg sehe ich als zentrale Grundlage, um neue Ansätze zu entwickeln und Forschung mit konkretem Nutzen für Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen zu verbinden.
Kontakt
Dr.-Ing. habil. Maria Rita Cicconi
Lehrstuhl für Glas und Keramik
maria.rita.cicconi@fau.de
